Aufregung und Abschied – Time to say goodbye No.2

Abschied Msaranga

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Heute war mein letzter Tag im Center, in 1 Woche geht’s nach Hause! Ich habe mir extra ein paar Tage freigehalten um noch bei anderen Voluntären vorbeizuschauen, da wir momentan grade so viele im medizinischen Bereich haben. Die Krankenhäuser und andere Rehab-Einrichtungen würden mich doch sehr interessieren.
Der Abschied war traurig und wunderschön zugleich. Ich wurde schon mit lautem Gesang begrüßt, dann wurde mir die Kamera aus der Hand gerissen und los ging das Fotoshooting! Alle Kinder wurden irgendwie sitzend drapiert und alle haben sich dazu gesetzt. Ich muss mal erwähnen, Kameras sind hier noch ein riesen Highlight. Ein Bild machen und sich selbst dann sehen ist wie ein Wunder, da die meisten auch keinen Spiegel haben. Sobald du ein Foto von ihnen machst, wollen sie es auch unbedingt danach sehen. Daher hat sich Dada Simoni überall dazugequetscht wo es nur geht, man merkt, dass sie 17 ist und sich gerne zur Schau stellt 🙂 Ja genauso muss man dann auch die Kamerabedienung entschuldigen, wie man sieht, muss man das wohl auch üben 🙂
Ich habe den Tag damit zugebracht mit den Kindern zu spielen und zu kuscheln, trotz Regen waren viele da, was mich sehr gefreut hat.
Passend zur Uji-Time (Prorridge

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Nun ja wie oben schon berichtet, ist CCBRT bis heute nicht aufgetaucht. In der Zeit habe ich Neemas Schuhe fertiggestellt, die ich ihr gekauft hatte. Ein hoher Schaft soll dem Knöchel Stabilität geben und die Sohle soll mit meinen gebastelten Einlagen, den Fuß in eine optimale Position aufrichten, mit dem Ziel, dass die Muskeln nun auf eine andere Art arbeiten und das Fußgewölbe irgendwann wieder selber spannen können. Für jetzt stehen die Beine einfach physiologischer und Neema läuft sicherer und physiologischer. So wie sie vorher gelaufen ist, hat einem das die Zehnnägel hoch gerollt. Ich hoffe jetzt einfach sehr, dass das Thema weiter verfolgt wird. Ich werde bestimmt weiter in Kontakt mit Deo stehen um das zu verfolgen und das ein oder andere noch zu organisieren, zum Beispiel ein Come-back 🙂

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Fredricki und Salma

Nächste Woche wird Msaranga noch einen Corner Chair erhalten, oder hoffentlich auch 2. Diese Stühle sind so gebaut, dass Kinder, die nicht selbstständig sitzen können, die optimale Unterstützung bekommen um tagsüber zeitweise mal aufrecht zu sein vom Oberkörper her. Da wir nur einen kleinen Stehständer haben, wäre das eine Alternative um vorallem auch das Problem beim Füttern zu lösen. Dieses mit überstrecktem Kopf Reingestopfe von Porridge und Lunch ist nicht mit anzusehen und Eben und Fatu verschlucken sich regelmäßig und spucken das meiste dabei wieder aus. Ich arbeite gerade noch mit einem Fundi (= einer der was reparieren oder herstellen kann) zusammen, der für CCBRT schon solche gebaut hat. Die Idee wäre in Zukunft auch verschiedene Größen zu bekommen. Am Freitag werden die Maße genommen und dann geht das eigentlich schon recht flott. Dieses Projekt begleite ich jetzt noch und wenn nötig auch von Deutschland aus.
Zurück zum Abschied, für mich wurde dann noch eine extra große Chai-Time organisiert, beide Pfarrer und andere Leute der Gemeinde kamen zusammen und haben eine kleine Ansprache ür mich gehalten. Dann haben sie mir ein Geschenk überreicht und sich tausendmal bedankt und mich eingeladen doch wiederzukommen. Ich war sehr gerührt und es tat mir unendlich weh gehen zu müssen, aber es ist kein Goodbye für immer sondern ganz bestimmt ein „Auf Wiedersehen“!

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Danach haben sie noch für mich gebetet und ein Lied gesungen. Nachdem ich jeden nochmal gedrückt habe, tausendmal Asanthe sana (vielen Dank) gesagt habe, habe ich mich auf den Weg gemacht. Ein letztes Mal durch das Dorf laufen und Dalla fahren.
Es war wunderbar dort, es war anstrengend, frustrierend und schockierend, doch zugleich herzergreifend, lehrreich und eine tolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte.
Von jeder Kultur kann man was lernen und hier möchte ich mir mitnehmen, mir nicht wegen allem Stress zu machen, es wird schon werden. Pole pole! Zudem macht Musik eine Therapie um so vieles besser (zumind. mit Kindern), ein Lied bei dem Hände und Füße zum Einsatz kommen und jeder zum Rhythmus was beiträgt, das macht Spaß und hat den Kindern immer so viel Freude gemacht. Die fröhliche Natur, trotz schlimmer Zustände, das ist was,     was ich mitnehmen möchte.

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