Time to say goodbye – No. 1

Alles wird irgendwann vorüber gehen und so war nun der Tag gekommen, an dem wir Anna tschüss sagen mussten. Ihre Reise geht nun weiter nach Zanzibar und dann zu ihren Verwandten nach Zimbabwe, Südafrika und Namibia. Im August wird sie dann wieder in die USA zurückkehren.

Es hat richtig Spaß gemacht, mit ihr zusammen zu arbeiten! Wir haben uns einfach sehr gut ergänzt mit grobmotorischen, feinmotorischen und generellen Kenntnissen über Aufmerksamkeitsstörungen, Sensi-Störungen und oft auch die Herangehensweise an verschiedene Kinder. Es war einfach toll, sich austauschen zu können und dad

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urch neue Erkenntnisse zu gewinnen, dazu zu lernen und auch Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Wir haben uns in der Mitte von PT und Ergotherapie und unserem angelesenen Wissen über Logopädie getroffen. Dieser Austausch ist doch so wichtig um einem Patienten die optimale Therapie zu bieten und seine Bedürfnisse nach Priorität zu verbessern. Ich habe das schon mal in der Früreha in Allensbach erlebt, wie Ergos, Logos und Pts die Zeit eingeplant bekommen, sich austauschen zu können. Einfach toll!

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Wir haben uns also beide von KDC verabschiedet, da ich jetzt meine letzten Tage nur noch in Msaranga tätig sein werde. Es war ein wundervoller Tag, die Kinder haben Storybooks auf Swahili bekommen für ihr Leselevel und so einige Materialien um weiter schreiben zu lernen, zu basteln und kreativ zu sein. Sie haben sich sehr gefreut und Doro war sehr traurig uns zu verabschieden. Der Pastor hat noch eine kleine Rede gehalten und uns gesegnet. Es war sehr rührend, er hat wunderbare Worte gewählt und ob man nun gläubig ist oder nicht, wenn jemand mit so viel Güte einem eine lange Umarmung gibt und sagt: „God bless you“, dann fühlt man sich geehrt und dankbar. Diese Geste hat die Arbeit dort noch unterstrichen, es hat so viel Spaß gemacht, dass es eine Leichtigkeit ist dort all seine Energie und Mühe reinzustecken und kein Geld dafür zu bekommen. Anerkennung und Dankbarkeit ist so viel mehr wert.

Als Abschiedsgesc

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henk haben wir beide ein traditionelles Tuch bekommen aus dem man Kleider, Vorhänge oder ein Baby-Tragetuch machen kann (oder was einem sonst so einfällt). Die Kinder haben uns bis zur Straße begleitet und wollten mindestens 5 mal umarmt werden, einer meiner Liebsten hatte sogar Tränen in den Augen.. Es war traurig, aber auch schön zugleich, da wir den ganzen Tag dort verbracht hatten und viel gespielt und gelacht haben.

Ich verabschiede mich mit einem schweren Herzen aber einem guten Gefühl.

In 2 Wochen verabschiede ich mich dann von Msaranga und dann geht es schon nach Hause. Die Zeit ist vergangen wie im Flug und es gäbe noch so viel mehr zu tun..so wie immer.

Für Msaragnga gab es diese Woche den Pezzi-Ball als Überraschung und die Freude war riesig, nicht nur über den Ball, sondern auch über die Pumpe, die dabei war 🙂 Da kam plötzlich ein Fußball, ein Wasserball und ein Krokodil zum Vorschein, die mit Tatkraft aufgepumpt wurden. Der Tag war ein einziges Chaos, Bälle flogen durch die Luft, Kinder wurden abgeschossen, Regale umgeworfen und dazwischen ein Gekreische und Gelache. Es war wunderbar 🙂

Die nächsten Tage habe ich ein wenig rumprobiert, wie ich ihn bei welchen Kindern einsetzten kann. Zur Zeit kommt der kleine Lennardi (eigentlich ein Hausbesuch) regelmäßig in den Center. Der Kleine kann sich kaum rühren und sobald er sich zu viel bewegt ,oder bewegt wird, bekommt er kaum Luft mehr, da ihm das Atmen so schwer fällt. Er brodelt ganz schön stark, aber er hat wohl nicht viel Hilfe vom Arzt bekommen deswegen. Ich versuche gerade noch rauszufinden, was denn sein Status ist mit Diagnose, Medikamenten etc. Das ist immer so schwierig und langwierig. Solange mache ich Atemtherapie mit ihm und versuche eine gute Position zum Atmen für ihn zu finden. Den Ball fand er bis jetzt echt toll, er lacht leider nicht oft, aber auf dem Ball liegen macht ihm wohl Freude. Er hat immer wieder einschießende Spastik und daher kann er auf dem Ball gut entspannen und die Bewegungen wahrnehmen.

Simoni macht tollen Konditionstraining mit dem Ball, er ist ja immer vorne mit dabei bei neuen Dingen! Fredricki habe ich auch den Ball gelegt und ihn so in den Vierfüßler bekommen (der Ball hat eine mittlere Größe). Es macht Spaß ein wenig Abwechslung zu haben an Therapiemethoden!

Jetzt zeige ich den Mamas, was man damit alles machen kann und ich hoffe, sie benutzen ihn fleißig weiter 🙂

Liebe Grüße

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