Msaranga Center

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Msaranga Center liegt etwas außerhalb von der Stadtmitte, es liegt in einem Viertel, in dem die sozialen Unterschiede sehr sichtbar sind. Ein Lehmhaus mit Blechdach ohne Zaun steht direkt neben dem von einer hohen Steinmauer mit schickem Tor umgebenen Steinhaus mit Satellitenschüssel. Dementsprechend sind die Kinder auch von unterschiedlichen Familien. Der Center befindet sich in einem Raum der Lutheran Church von diesem Viertel. Neben dran befindet sich ein Raum für den Kindergarten (Kinder ab 3 Jahren, leichter Unterricht). Es ist eine schöne Anlage mit einem kleinen Spielplatz in der Mitte, der Kirche und den restlichen Gebäuden. Sie Kinder tragen eine grüne Schuluniform mit Hose,Hemd und für die Mädchen ein Kleid. Der Raum hat eine Hängeschaukel, die am besten dort auch installiert sein sollte, zur Zeit hängen sie sie manchmal draußen auf, einen Stehständer und mehrere Lagerungskissen. Zudem gibt es Schulbänke, für jedes Kind die richtige Größe, zumindest für die, die sitzen können.

In Msaranga war schon sehr lange kein Volunteer mehr, da es selten ist, dass jemand kommt, der schon ausgebildet ist. BCC hat viele Volunteere auch aus Dänemark und Schweden, die ihr Praktikum im Studium dort absolvieren. Diese Volunteere kommen eher in die Center, die mobilere Kinder haben. Msaranga hat 9 Kinder, die alle schwer behindert sind. 3 von 9 können laufen, die anderen haben einen Multifunktionsrollstuhl, wie man ihn hier bekommt. In dem Center arbeiten 3 Frauen, darunter Mama Janeth. Sie trägt die Verantwortung und wird bezahlt von BCC, Bibi Evelyna (Oma) und Mama Samwel arbeiten freiwillig dort. Alle drei haben auch ein behindertes Kind.

Ebeneezer kommt auch in den Center, er ist Janeths Sohn, Haika ist das Enkelkind von Evelyna und Samwel, Mama Samwels Sohn, kommt nur in den Ferienzeiten, da er sonst die Regelschule besuchen kann. Die drei sind alle sehr engagiert und machen viel mit den Kindern, sie üben mit ihnen was sie ihrer Meinung nach lernen sollen. Es sind meisten praktisch orientierte Dinge wie zB. in die Hocke gehen und wieder hochkommen, da man hier in der Regel ein Plumpsklo hat und dafür wäre das natürlich sehr wichtig. Sie singen viel und manchmal gibt es sogar Unterricht, genauso kann es aber auch vorkommen, dass sie draußen einige Gartenarbeiten erledigen. Morgens, wenn die Kinder kommen wird erst einmal der Platz gekehrt, Pflanzen gegossen und der Raum gewischt. James hilft hierbei viel mit. Sobald dann alles fertig ist werden die Kinder in den Raum gebracht, teilweise sitzen sie dann an den Tischen oder werden auf die Matratze mitten im Raum gelegt. Ab und an ist auch noch eine Mama dabei, die ihr Kind bringt und dann einfach da bleibt. Um 11 Uhr gibt es dann Porridge für alle oder auch mal ein Ei, gegen 2 gibt es Mittagessen, das eine Mama zubereitet, die auch für den Kindergarten kocht.

Die Kinder sind, wie oben erwähnt, alle von unterschiedlichem sozialen Rang, das sieht man an der Kleidung und auch an den Zähnen, wie ich finde. Salma ist jeden Tag frisch gekleidet, sehr oft mit pompösen Kleidchen, außerdem malen sie ihr die Augenbrauen schwarz an. Neema, James und Fredrick tragen generell die Schuluniform, die nicht nur ein Loch hat, sondern zum Teil auch zerrissen ist. Hier wird sehr viel Hilfe benötigt, da fast alle Kinder Hilfe benötigen. Sei es füttern, wickeln oder therapieren.