Physiotherapie in Tansania

Physio in Tansania

Tansania liegt im Osten Arikas, es wird umgeben von Kenia, dem Kongo und Sambia, sowie Malawi. 1961 wurde Tansania unabhängig vom Vereinigten Königreich und ist seitdem die Vereinigte Republik Tansania mit der Hauptstadt Dodoma. Es leCoat_of_arms_of_Tanzania.svgben etwa 41 Millionen Menschen in diesem Land, diese sprechen 128 verschiedene Sprachen, allerdings ist die Verkehrs- und Amtssprache Swahili, sodass eine allgmeine Verständigung gegeben ist.

30-40% der Bevölkerung sind Muslime und wiederum 30-40% Christen, je nach Gebiet. An den Küstenregionen leben eher die Muslime und im Inland die Christen, hauptsächlich Katholiken.

Die Gesundheitsversorgung ist in Tansania stark eingeschränkt, die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei ca. 43 Jahren, dabei sind 44% der Bevölkerung unter 14 Jahre alt. Die meisten Menschen, darunter viele Eltern und Kleinkinder sterben an Infektionskrankheiten, Mangelernährung  und Druchfallerkrankungen.

Tanzania-map

Die einfachsten medizinischen Einrichtungen sind die sog. „Dispensaries“(Armenapotheken mit ärztlichem  Beistand), welche einen Grundstock an medizinischer Versorgung bieten sollen. Eigentlich sollte jede „Dispensary“ von einem Assistenzarzt und einer Krankenschwester besetzt sein, was auf Grund von Personalmangel jedoch selten der Fall ist. Die „Dispensaries“ sind an das nahe gelegenste Krankenhaus angegliedert, an welches Patienten mit einem kompliziertem Krankheitsbild überwiesen werden können.   Mit dem Rückgang der Staatseinnahmen in den 80er Jahren wurde das Gesundheitssystem im Allgemeinen vernachlässigt. Heute ist das Personal nur dürftig ausgebildet und die Regale in den Dorfapotheken sind weitgehend leer.Zwar besteht die Möglichkeit für die Bevölkerung, sich in staatlichen Krankenhäusern behandeln zu lassen, allerdings nur gegen Kostenbeteiligung. Auch Medikamente müssen selbst bezahlt werden, was den meisten Bürgern nur beschränkt oder gar nicht möglich ist. Die Zahl der staatlichen Spitäler ist gering, zudem sind diese meist nur in grösseren Städten vorhanden, was bei der grossen räumlichen Verteilung der Bevölkerung auch nicht unproblematisch ist.  HIV/Aids ist auch in Tansania eine ernst zu nehmende Bedrohung, auch wenn die Infektionsrate immer noch um einiges tiefer liegt als in anderen afrikanischen Staaten. Aber auch andere Krankheiten wüten unter der Bevölkerung, obwohl diese medikamentös zu behandeln sind, wenn das Geld vorhanden wäre.

Vergleicht man Deutschland mit Tansania sind die Zahlen erschreckend, während in Deutschland pro Jahr und Kopf 2000€ in die Gesundheit investiert wird, sind es in Tansania nur 2,50€. Es gibt einige Organisationen, wie zum Beispiel die Medizinische Missionshilfe, die in Tansania Entwicklungsarbeit im Gesundheitssektor leisten. Diese haben Ziele wie neue Krankenhäuser zu erbauen oder sich einsetzen für weitere Dispensaries. Das sind wichtige Ziele für eine generelle Verbesserung in der Zukunft, doch es ist genauso wichtig jetzt, vor Ort, den Patienten selber zu helfen.  Meidkamente können vieles, aber leider nicht alles heilen.

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