Über mich

Mein Name ist Tanja Winkler, ich bin 23 Jahre alt und habe im Oktober 2014 meine Ausbildung zur Physiotherapeutin abgeschlossen. Nachdem ich nach meinem Abitur schon einmal ein Jahr im Ausland verbracht habe, hegte ich lange schon den Wunsch wieder solch eine Erfahrung mac

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hen zu dürfen. Damals verbrachte ich mein Jahr in New Jersey, USA,  als Au pair (Nanny). Es war eine unheimlich tolle und sehr einprägsame Zeit, doch je mehr ich von dieser extremen amerikanischen Kultur kennenlernte, desto mehr wuchs der Wunsch, das nächste Mal in ein Entwicklungsland zu reisen. Ich finde es persönlich sehr spannend zu sehen, was für unterschiedliche Werte andere Kulturen haben, nun kenne ich das eine Extreme und war wirklich gespannt auf das Andere.

Meine Begeisterung für Kinderbetreuung entstand schon früh als ich noch Gruppenkind der KJG St. Martin war. Als ältere Teilnehmer haben wir uns um die kleineren gekümmert und da mir das viel Spaß machte, wurde ich Jugendleiter im Jahr 2007 bis diesen Jahres.

Während meiner Ausbildung zur Physiotherapeutin an der Physiotherapieschule Reichenau kam auch die Kinderheilkunde nicht zu kurz, mit meinem praktischen Einsatz im Jugendwerk Gailing und in der Regenbogenschule Konstanz habe ich viele Erfahrungen in der Kinder-Physiotherapie gemacht. Mich überzeugte diese Arbeit von Anfang an, die Motivation und Begeisterung der Kinder ist mit nichts zu vergleichen. Die Arbeit mit Ihnen ist einfach spannend, abwechslungsreich und mitreißend.

All das zusammen führte dazu, dass ich nach Tansania geflogen bin und an dem Projekt in Moshi mitgewirkt habe. Diesesr Einsatz hat mich sehr geprägt. Ein Entwicklungsland brigt mehr Tücken und Hindernisse als man denkt. In den USA begegnete man mir mit Verständnis für mein anderes Verhalten in manchen Situationen, mein Gastvater hat mir gerne erklärt, dass er wüsste, in Deutschland macht man das so, aber bei ihnen eben so. Und schon war alles gegessen. In diesem Land musste ich sehr oft etwas über mich erfinden, denn hier waren die Unterschiede leider mehr von Unverständnis geprägt und der Erwartungshaltung, dass ich mich voll und ganz anpasse. Das hat dazu geführt, dass ich mich mehr denn je mit mir selber auseinandersetzen musste. Ich sehe die Welt nun mit anderen Augen, weniger naiv und bin mehr zufrieden mit mir selber. Das Gras ist nicht immer grüner auf der anderen Seite, man sollte die Dinge wertschätzen, die man hat und jede Erfahrung bringt einen weiter.

Ich hoffe, viele tolle, neue und brauchbare Erfahrungen für die Zukunft machen zu können, die mir grade in meinem weiteren Berufsweg mit Kindern noch oft helfen werden.

Nun aber zum aktuellen Stand. Tansania hat mich wachgerüttelt was Ernährung angeht. Ich habe noch nie so gute Bananen gegessen und von einer so geschmacklich tollen Karotte, Paprika oder Kartoffel kann ich nur träumen hier in Deutschland. Bewusst essen wurde für mich immer wichtiger und ich habe gemerkt wie wenig ich davon weiß!

Der Sport gehört zu einer gesunden Lebensweise auch dazu, und mit meiner Ausbildung schließt sich hier der Kreis.