2 Center, viele Kinder, viele Probleme aber auch viel Schönes!

Habari!

So die erste Woche des Switchen ist nun vorbei. Es waren viele neue Eindrücke und in Rau fange ich ganz von vorne an mit Einleben und Einarbeiten, aber das ist ja ganz klar. Ich habe nun 2 Tage in Rau verbracht und mich im Unterrichten und Basteln geübt 🙂 Anna zeigt mir noch alles, da der Center einfach auch einen anderen Ablauf hat und andere Bedürfnisse, da muss ich erstmal reinkommen. Am zweiten Tag haben wir schon mehr machen können, ich hab nicht nur unterrichtet, sondern auch mit den Kindern draußen Ball gespielt. Hier ist es nicht so einfach möglich, den Kindern zu sagen was sie tun sollen, damit ich sehe was sie denn für Schwierigkeiten haben, drum hab ich ihnen ein Fußball hingeworfen und der Rest war ein Selbstläufer. Also wenn die Afrikaner auf einen Sport abfahren, dann ist es Fußball und da in Rau ja fast nur Jungs sind, war das gar kein Problem. Ich habe trotzdem versucht etwas Struktur reinzubringen, eine Art Fußballtraining mit Ball stoppen, dann erst kicken etc. Danach haben wir noch den Ball im Kreis geworfen und versucht einen Korb zu treffen. Das ging alles sehr gut, die Schwächen waren schnell zu erkennen und ich denke schon allein der Ball ist ein wunderbares Trainingsmittel für die Meisten! Aber nebenbei muss ich auch erstmal ihr Vertrauen gewinnen, damit sie auch gut mitmachen!

Wegen des Kartenbastelns gibt es leider immer noch zu wenig Material, aber immerhin haben am Mi 2 Kinder fleißig mitgeholfen zu kleben und zu schneiden. Das hat viel Spaß gemacht.

Anna hat nun auch Msaranga kennengelernt und ist auch sehr begeistert davon, mehr Hand anlegen zu können. Wir haben gemeinsam alle Kinder angeschaut und Ideen ausgetauscht, es war schon am ersten Tag viel einfacher die Kinder zu handlen. Leider musste ich feststellen, dass in der Zeit, die ich in Kilboroloni verbracht habe, hier in Msaranga nichts gelaufen zu sein scheint. Also zumindest von den Dingen die ich normalerweise tue, wie Salma in den Stehständer stecken. Den hab ich aus der Ecke unter ganz viele Kissen wieder rausgekramt. Das muss sich noch ändern bis ich gehe. Ich überlege, ob ich nicht eine Art Physio-Plan für die Kinder erstelle. Sie haben das schon für ihre Aufgaben, wie „Fegen“ oder so, aber nicht für die Therapie.

Mama Janeth hat auch Anna dann in Beschlag genommen, sie zeigt gerne was sie alles mit den Kinder macht und frägt dann : „good exercise?“ und erwartet ganz klar ein Ja. Anna hat mit mir danach auch über sie geredet und bestätigt, was ich auch den letzten Monat über dachte. Janeth macht es einem manchmal nicht leicht, sie macht viel mit den Kindern und das ist auch schön, das will man ja nicht verbieten, aber das ein oder andere sollte sie einach lassen. In Annas Fall war es so, dass sie Fredrick unbedingt zum Stehen bringen wollte und sie macht das so lange bis er steht, dann hat sie ihn gelobt und mit ihm gespaßt, hat aber nicht gesehen, dass Anna, die mitgeholfen hat bei der Prozedur, eigentlich sein ganzes Gewicht gehalten hat und er selbst kaum gearbeitet hat. Da es ihr erster Tag war, hat sie nichts gesagt, aber vielleicht können wir da gemeinsam mal noch ein bisschen Klarheit schaffen. Janeth sagt mir auch gerne, was ich tun soll. Es hat Anna dennoch gut gefallen und das wird bestimmt gut!

Morgen beginnt eine neue Woche und ich freue mich schon drauf!

Viele Grüße,

Tanja

 

PS: Am Wochenende ist der Kilimanjaro-Marathon hier in Moshi! Wir überlegen daran teilzunehmen, an dem „Fun Run“ natürlich 🙂

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