Autism Day!

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BCC – im Rollstuhl sitzt Deo, ein Mitarbeiter im Office

A m 2. April war „World Autism Day“, diesen Tag hat der Rehab Center von meiner Freundin groß gefeiert. Arndis ist aus Island und auch Ergotherapeutin, sie ist mit Max zusammen angekommen und arbeitet im Gabriella Rehab Center für autistische Kinder. Daher hat Gabriella’s eine Parade mit Feier organisiert an dem auch andere Einrichtungen teilgenommen haben, es wurde demnach eher zu einem Tag für Kinder mit Behinderung. Morgens haben sich alle getroffen und gesammelt, darunter auch ein paar Kinder von BCC, leider aber nicht unsere, da diese letzten Dezember am eigentlich Tag der Behinderung teilnehmen durften. So war BCC eher klein vertreten, aber immerhin. Was ich sehr interessant fand, war eine Gruppe von Kindern, die an Albinismus leiden. Man sieht ab und an welche auf der Straße, aber nur Erwachsene und wirklich selten. Es fällt hier einfach sehr auf unter all den Afrikanern. Albinismus ist hier nochmal ein ganz eigenes Thema, in den Städten herrscht mittlerweile mehr Akzeptanz, aber in den Dörfern, werden sie noch immer getötet oder misshandelt. Die Knochen sollen anscheinend Glück bringen. So ein Schwachsinn!

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Dann ging es los auf die Straße, mit Blasmusik sind wir alle zusammen in einem Umzug durch die Stadt gelaufen, haben Schilder hochgehalten und zwischen durch gab es auch eine Tanzeinlage, wie die Afrikaner halt so sind 🙂 Es hat viel Aufsehen erzeugt und das hat mich durchaus überwältigt. Für so ein Land war das ein mutiges und großes Zeichen. Kinder, die normalerweise hinter verschlossenen Türen leben, nicht gezeigt werden, für die sich die Familie schämt, Frauen sogar von ihren Männern verlassen werden, weil sie ihnen kein gesundes Kind geschenkt haben und die Kinder daher oft misshandelt werden, diese Kinder gehen auf die Straße und zeigen sich: Schaut her, uns gibt es! Wir sind auch Menschen wie du und mit Sicherheit haben die meisten von ihnen ein größeres Herz als so mancher der Zuschauer..

Nach der Parade haben sich alle im Schulhof gesammelt und auf die „VIP person“ gewartet, ein Regierungsvertreter, der eine Ansprache halten sollte. Solange gab es Musik und Tanzerei, dabei hat sich jede Einrichtung vorgestellt. Das ging so, 2 Tro

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mmler und ein Sänger haben immer wieder dasselbe Lied gesungen: „Wo sind die Kinder von Gabriella? Wo sind die Kinder von Gabriella?“ Daraufhin sind alle Kinder von Gabriella Rehab aufgestanden und haben zurückgesungen: „ Wir sind hier!“ Das ging solange bis alle von ihren Sitzplätzen in den Kreis einiger Mitarbeiter getanzt sind, ein bisschen im Kreis getanzt haben und dann die nächste Einrichtung ausgerufen wurde. „Wo sind die Kinder von BCC?“ Und Anna und ich sind mit den Kindern in den Kreis getanzt. Das war eine tolle Sache. Dann hat der Mann von der Regierung seine Rede gehalten, leider auf Swahili, so konnten wir nichts verstehen, aber anhand der Zwischenrufe, die eindeutig der Zustimmung galten, war es wohl eine gute Ansprache. Am Ende hatten wir einen tollen Tag, haben einen großen Eindruck in Moshi hinterlassen und es scheint mir, als wäre Tanzania auf dem richtigen Weg in Richtung Akzeptanz für Menschen mit Behinderung.

 

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