NEWS – neue Ideen, neuer Plan, neue Kollegin

Das waren jetzt knapp 2 Wochen, in welchen viel passiert ist, viel geändert und hin und her geschoben wurde.

Ich bin erst einmal umgezogen, aus der Gastfamilie in eine WG mit 2 anderen Volunteeren aus Deutschland. Das hat schon viel Veränderung mit sich gebracht, einkaufen, anderer Arbeitsweg, anderer Tagesablauf. So langsam habe ich mich eingewöhnt und mir gefällt es richtig gut mit Lena und Elin. Lena kommt aus Bayern, bemüht sich aber Hochdeutsch zu sprechen und Elin kommt von der dänischen Grenze, sie bemüht sich unser Deutsch nicht ständig zu kritisieren. Für sie spreche ich auch Dialekt, aber wenn sie Sprüche auf Platt klopft, verstehen wir auch kein Wort mehr. Alles in allem eine kleine Multikulti-WG innerhalb Deutschlands 🙂

Zweitens habe ich mir meinen zweiten Center anschauen können letzte Woche. Ich war ein Tag dort und war schon etwas unglücklich mit der Gesamtsituation, es gibt ein Mädchen, die schon sehr schlimme Fehlstellungen und Verkürzungen hat, das ich gar nicht wusste wohin mit ihr. Mein erster Tag wurde unterbrochen von 2 Besuchen aus Schweden. Jeweils ein ganzer Dallah voll mit mitzwanziger Schweden hat sich den Center angeschaut, kurz die Kinder kennengelernt, Geschenke überreicht und sind wieder abgefahren – da wundert es mich wenig, dass die Meinung über Mzungus (besseres Swahili Wazungus) so festgefahren verdreht ist. Das Schöne war, das unter den Schweden eine Amerikanerin war, die hier als Volunteerin bis Juni arbeitet. Sie ist Ergotherapeutin und in einem Center namens Rau. In den Staaten ist das ein Studium und sie hat bis zum Master studiert. Sie wollte mich unbedingt kennenlernen, da sie nicht so glücklich mit ihrer Arbeit im Center ist, daraufhin haben wir uns zum Kaffee getroffen und kurzerhand entschlossen zum Office zu gehen und einen neuen Plan zu machen.

So die neue Idee ist, wir switchen beide zwischen unseren Centern und arbeiten zusammen. Das heißt 2 Tage Rau, 2 Tage Msaranga und jeweils 1 Tag allein. Das hat die Vorteile, dass ich mit meinen Schwerbehinderten 2 weitere helfende Hände habe, genauso wie jemand mit Ideen und Fachwissen. Das heißt, wir können mit den Größeren mehr machen und generell kommen mehr Kinder zum Zug am Tag. Und in ihrem Center habe ich dann eine Pause von der „Hands-on-Therapie“ und mache mehr Richtung Psychomotorik, da die Kinder alle Laufen können, aber nicht mehr. Springen, Rennen bzw. Feinmotorik ist auch bei ihnen schlecht. Es wird eine Mischung aus Handarbeiten (zur Zeit Papier selber herstellen), Unterrichten (im Sinne von Schreiben lernen und Möglichkeiten für die weniger Geschickten finden) und Sportangebote verpackt in Spiele. Ich bin sehr glücklich mit der Entscheidung ein bisschen Abwechslung zu haben, da ich durchaus etwas frustriert war die letzten 2 Wochen.

Die Kinder stelle ich dann am Wochenende vor und bis jetzt gespannt was der morgige Tag bringt, der 2. in Rau.

Viele Grüße!

PS: Es hat schon 2 mal geregnet in der letzten Woche, manche sagen es wäre der Beginn der Regenzeit.

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